„Kant und Königsberg“

Foto: Ostpreußisches Landesmuseum, Lizenz: Ostpreußisches Landesmuseum
Veranstaltungsort
Schloss CaputhStraße der Einheit 2
14548 Schwielowsee
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Schloss CaputhStr. der Einheit 2
Schwielowsee
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An Kant führt kein Weg vorbei. Sein Werk prägt das philosophische und politische Denken bis heute. Woher kam der am 22. April 1724 Geborene und wie sah seine Lebenswelt aus? Während Kant für seine Nachwelt viele Fragen offen ließ, will die Ausstellung ›Kant & Königsberg‹ Antworten zu seinem kulturgeschichtlichen Hintergrund anbieten.
Immanuel Kant lehrte an der Albertus-Universität in Königsberg, der Hauptstadt des alten Herzogtums Preußen und später der Provinz Ostpreußen. Königsberg war seine Stadt, er verließ sie nur selten. Gleichwohl bewegte er sich in den europäischen Bezügen seiner Zeit: Kant nahm Anteil am Zeitgeschehen, besonders an der Französischen Revolution, befasste sich mit Naturwissenschaften ebenso wie mit Politik und stand mit der gelehrten Welt seiner Zeit im Austausch. Kants Werk ist ausdrücklich zur Verbesserung der Menschheit verfasst und in den moralischen wie politischen Schriften auch an diese adressiert. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? und Was ist der Mensch?Kants Friedensphilosophie ist in Zeiten eines Angriffskriegs in Europa, der ausgerechnet vom heutigen Staatsterritorium seiner Geburtsstadt ausgeht, von drängender Aktualität. Der Europäer Kant verstand sich als Weltbürger, der für das freiheitsliebende, eigenständige Denken, für moralische Integrität, für Autonomie und für Vernunft steht. Zugleich fordert die aus heutiger Sicht berechtigte Kritik zur eingehenden Auseinandersetzung mit einzelnen Standpunkten Kants heraus. Auf zwölf Tafeln wird auf Deutsch und Englisch ein Überblick über Kants Biographie, über seine Wirkungsstätte Königsberg in Preußen, über dessen Universität und über die Region im zeithistorischen Kontext gegeben. Der Schwerpunkt liegt auf der kulturhistorischen Einordnung des Philosophen und seiner Wirkungsstätte, Kants Werke wie auch deren Rezeption werden zusammenfassend dargestellt. Mit »Kinderecken« möchte die Ausstellung den Königsberger Philosophen auch jungen Menschen nahebringen. Die Ausstellung wird in Caputh gezeigt in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa sowie in Verbindung mit dem Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg und dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa Oldenburg.
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